Warum du dich selbst sabotierst – obwohl du es besser weißt
Shownotes
Warum handeln wir oft entgegen besserem Wissen?
In dieser Folge geht es um Selbstsabotage – und darum, warum sie kein Zeichen von Schwäche ist, sondern ein innerer Schutzmechanismus.
Du erfährst, wie dein Gehirn auf Sicherheit programmiert ist und warum genau das dich in wichtigen Momenten blockieren kann.
Inhalte der Folge:
– Psychologische Hintergründe (z. B. Verlustaversion) – Beispiele aus Führung und Alltag – Verbindung zum INS-Modell (Inneres Navigationssystem) – konkrete Impulse für mehr Selbstführung
👉 Mentale Souveränität bedeutet: bewusst zu bleiben, wenn andere nur reagieren.
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mit Fokus auf Selbstführung, mentale Stärke und klare Entscheidungen in herausfordernden Situationen.
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Transkript anzeigen
Mentale Souveränität.Der Podcast für Menschen, die klar denken und klar handeln wollen.
Mein Name ist Andreas Langner.
Kennst du diesen Moment?
Du weißt genau, was zu tun wäre.
Du hast die Erfahrung.Du hast das Wissen.Du hast es vielleicht sogar schon einmal richtig gemacht.
Und trotzdem…
machst du es nicht.
Du schiebst Dinge auf.Du weichst aus.Du entscheidest anders, als du eigentlich willst.
Und danach denkst du:
Warum mache ich das eigentlich immer wieder?
Und genau darüber sprechen wir heute.
Denn Selbstsabotage ist kein Zufall.
Sie folgt Mustern.
Und diese Muster sind oft unsichtbar.
Ich gebe dir ein Beispiel.
Ein Klient von mir – Führungskraft, sehr klar, sehr reflektiert.
Er sagt zu mir:
„Ich weiß, dass ich dieses Gespräch führen muss.Aber ich tue es nicht.“
Es ging um einen Mitarbeiter,der seit Monaten unterperformt hat.
Alles war klar.
Die Fakten.Die Situation.Die Konsequenzen.
Und trotzdem:
Er hat das Gespräch immer wieder verschoben.
Nicht einmal.Nicht zweimal.
Wochenlang.
Und irgendwann sagte er:
„Ich verstehe das selbst nicht.“
Und genau das ist der Punkt.
Selbstsabotage hat nichts mit Dummheit zu tun.
Sondern mit inneren Dynamiken.
PSYCHOLOGIE (WISSENSANKER)
Es gibt dazu spannende Erkenntnisse aus der Psychologie.
Unser Gehirn ist nicht darauf ausgelegt,uns maximal erfolgreich zu machen.
Es ist darauf ausgelegt,uns sicher zu halten.
Und Sicherheit bedeutet für dein System:
Vermeidung von Risiko.Vermeidung von Schmerz.Vermeidung von Unsicherheit.
Und genau deshalb greifen wir auf bekannte Muster zurück.
Selbst wenn sie uns langfristig schaden.
Ein bekanntes Konzept ist hier die sogenannteVerlustaversion.
Studien zeigen:
Menschen gewichten mögliche Verluste stärkerals mögliche Gewinne.
Das bedeutet:
Der mögliche Schmerz eines schwierigen Gesprächsfühlt sich größer anals der Nutzen, den es langfristig bringt.
Und genau deshalb handeln wir nicht.
Und genau hier kommt wieder dein inneres Navigationssystem ins Spiel.
Das INS-Modell.
Denn Selbstsabotage passiert nicht zufällig.
Sie entsteht, wenn eines deiner fünf Prinzipien nicht aktiv ist.
PRINZIP 1 – SELBSTWAHRNEHMUNG
Der erste Punkt:
Du merkst gar nicht, dass du dich sabotierst.
Du nennst es vielleicht:
„Ich habe gerade viel zu tun.“„Der Zeitpunkt passt noch nicht.“„Ich mache das nächste Woche.“
Aber in Wirklichkeit passiert etwas anderes:
Du weichst aus.
Und ohne Selbstwahrnehmungbleibst du genau dort.
PRINZIP 2 – INNERE KLARHEIT
Der zweite Punkt:
Du bist nicht wirklich klar.
Ja, du weißt rational, was zu tun ist.
Aber emotional bist du nicht ausgerichtet.
Ein Teil von dir will das Gespräch führen.
Ein anderer Teil will es vermeiden.
Und solange diese innere Klarheit fehlt,bleibst du stehen.
PRINZIP 3 – ENTSCHEIDUNGSFÄHIGKEIT
Der dritte Punkt:
Du triffst keine klare Entscheidung.
Du bleibst im „Ich müsste eigentlich“.
Und das ist ein gefährlicher Zustand.
Denn „Ich müsste“ erzeugt Druck.
Aber keine Bewegung.
PRINZIP 4 – EMOTIONALE STABILITÄT
Und jetzt wird es entscheidend.
Viele wissen, was zu tun ist.
Aber sie halten die Emotion nicht aus.
Konflikt.Unsicherheit.Mögliche Ablehnung.
Und genau hier kippen sie.
Nicht, weil sie es nicht können.
Sondern weil sie es nicht halten können.
PRINZIP 5 – SELBSTWIRKSAMKEIT
Und dann fehlt der letzte Schritt:
Handeln.
Denn Selbstwirksamkeit entsteht nicht im Denken.
Sondern im Tun.
Im Erleben:
Ich kann das.
Und genau dieser Moment fehlt oft.
ZWEITES ALLTAGSBEISPIEL (PRIVAT)
Lass uns das aus dem beruflichen Kontext rausnehmen.
Stell dir eine private Situation vor.
Du weißt, dass dir etwas nicht guttut.
Eine Gewohnheit.Ein Verhalten.Vielleicht auch eine Beziehung.
Und du sagst dir:
„Ich müsste das ändern.“
Aber du tust es nicht.
Warum?
Weil Veränderung Unsicherheit bedeutet.
Und dein System sagt:
Bleib lieber beim Bekannten.
Auch wenn es dich Energie kostet.
VERDICHTUNG
Und genau hier zeigt sich:
Selbstsabotage ist kein Gegner.
Sie ist ein Schutzmechanismus.
Aber ein Schutzmechanismus,der dich begrenzt.
ENTSCHEIDENDER SHIFT
Die Frage ist also nicht:
Warum mache ich das?
Sondern:
Was versuche ich gerade zu vermeiden?
Und das ist eine völlig andere Perspektive.
Denn plötzlich erkennst du:
Es geht nicht um das Verhalten.
Sondern um das Gefühl dahinter.
SIGNATURE
Mentale Souveränität bedeutet:
bewusst zu bleiben, wenn andere nur reagieren.
Und genau das gilt auch hier.
KONKRETER IMPULS (TOOL)
Ein einfacher Impuls für dich:
Beim nächsten Mal, wenn du merkst,dass du etwas aufschiebst…
stell dir zwei Fragen:
Was vermeide ich gerade wirklich?
Was wäre die souveräne Entscheidung?
Und dann:
Mach einen kleinen Schritt.
Nicht perfekt.
Aber bewusst.
TAKEAWAYS
Wenn du aus dieser Folge drei Dinge mitnehmen möchtest:
Erstens:
Selbstsabotage ist kein Zufall –sie folgt inneren Mustern.
Zweitens:
Dein Gehirn schützt dich –auch dann, wenn es dich begrenzt.
Und drittens:
Veränderung beginnt,wenn du bewusst handelst – trotz innerem Widerstand.
REFLEXION
Vielleicht beobachtest du dich in den nächsten Tagen genau dort.
Nicht bei deinen Erfolgen.
Sondern bei den Momenten,in denen du ausweichst.
Und stell dir eine Frage:
Was vermeide ich gerade wirklich?
OUTRO
Wenn dir diese Folge gefallen hat,freue ich mich sehr, wenn du diesen Podcast abonnierstoder ihm ein Like gibst.
Und wenn du Menschen kennst,für die dieses Thema gerade wichtig ist,teile diese Folge gerne mit ihnen.
Alle Informationen zu meiner Arbeitfindest du in den Shownotes.
Und bis zur nächsten Folge:
Bleib mental souverän.
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