Hast du das Gefühl – oder hat das Gefühl dich?

Shownotes

In dieser Episode von Mentale Souveränität geht es um eines der meist missverstandenen Themen in Führung und Selbstführung: Emotionale Reife. Nicht als weiches Psychothema – sondern als handfeste Navigationskompetenz.

Was dich erwartet:

Warum das Unterdrücken von Emotionen sie nicht verschwinden lässt – sondern unkontrollierbarer macht Die Geschichte von Stefan: Wie Schärfe im Meeting oft gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun hat Der zentrale Aha-Moment: Du reagierst nicht auf die Situation – du reagierst auf eine Erinnerung Wie die drei INS-Säulen (Innere Klarheit, Emotionale Stabilität, Selbstwirksamkeit) mit emotionaler Reife zusammenhängen Zwei konkrete Übungen: der Emotions-Check-in und das Reaktionstagebuch

Deine zwei Übungen:

Übung 1 – Der Emotions-Check-in: In emotional aufgeladenen Momenten, bevor du reagierst: Was fühle ich gerade präzise? Ist das eine Antwort auf jetzt oder eine Erinnerung? Was brauche ich innerlich? Drei Fragen, 60 Sekunden, unterbricht den Automatismus.

Übung 2 – Das Reaktionstagebuch: Täglich 5 Minuten. Eine Situation des Tages analysieren: Was war der Auslöser? Wie habe ich reagiert? Was wurde wirklich berührt? Wie hätte ich reagieren wollen, wenn ich vollständig bei mir gewesen wäre?

Deine drei Take-aways:

• Emotionen sind kein Störfaktor – sie sind Information. Wer sie ausblendet, wird nicht sachlicher, er wird unbewusster. • Du reagierst oft nicht auf die Situation, sondern auf eine Erinnerung. Der Unterschied zwischen Auslöser und Ursache ist der Schlüssel. • Emotionale Reife ist keine Charaktereigenschaft – sie ist eine erlernbare Fähigkeit.

Kontakt & mehr:

🌐 www.langner-coaching.de 💼 linkedin.com/in/andreas-langner-coaching 📸 instagram.com/andreaslangnercoaching

Transkript anzeigen

00:00:03: Ein Teilnehmer macht ein Fehler.

00:00:21: Einen, der dich direkt betrifft und bevor du auch nur einen Gedanken fassen kannst hörst Du Dich selbst mit einem schärferen Tonreden als beabsichtigt.

00:00:33: Die anderen merken es und später auf dem Heimweg vielleicht fragst du dich, warum war ich so?

00:00:41: Das war doch eigentlich gar nicht nötig.

00:00:44: Oder ein anderes Bild Du bekommst Feedback sachlich formuliert gut gemeint wohlwollend aber irgendetwas in dir zieht sich zusammen.

00:00:54: Du wirkst nach außen ruhig Aber innerlich bist du ausgestiegen.

00:00:59: Du bist weg!

00:00:59: Nicht mehr wirklich präsent, nicht mir offen für das Feedback.

00:01:04: Was in beiden Momenten passiert, ist dasselbe.

00:01:07: Ein Gefühl hat der Steuer übernommen – nicht du!

00:01:12: Willkommen in unserer heutigen Episode.

00:01:15: Wir sprechen über eines der wichtigsten und gleichzeitig am meisten missverstandenen Themen Inführung und Selbstführung Emotionale Reife Was sie wirklich bedeutet, warum sie nichts mit cool bleiben und immer ruhig bleiben zu tun hat.

00:01:31: Und wie das INS-Modell die helfen kann emotional souverän zu werden – nicht emotionslos!

00:01:39: Ich möchte direkt mit einem Missverständnis beginnen dass ich regelmäßig erlebe und zwar in der Arbeit mit Führungskräften, Professionals, Privatpersonen und Menschen die Verantwortung tragen.

00:01:51: viele glauben Professionalität bedeutet Keine Gefühle zu zeigen, Sachlichkeit gilt erstärke.

00:02:00: Emotionen eher als Störfaktor also wie ein Berufsleben über Gefühles spricht der wirkt doch schnell mal zu weich, zu privat oder als nicht belastbar genug oder?

00:02:12: Aber ich sage dir etwas anderes das ist eine der teuersten Fehlannahmen die es in modernen Organisationen gibt denn Entscheidungen sind nie emotionsfrei Führung ist nie emotionsfrei.

00:02:28: Jedes Gespräch, jedes Feedback, jede Reaktion unter Druck – sie alle sind emotional geprägt!

00:02:34: Die Frage ist nicht habe ich Gefühle?

00:02:38: Die Frage isst wer führt hier eigentlich du oder dein Gefühl?

00:02:44: und genau das ist die Kernfrage unserer heutigen Folge.

00:02:50: Ich möchte mit dir eine Geschichte aus meiner beruflichen Praxis teilen.

00:02:56: Nennen wir die Person Stefan über den ich sprechen möchte.

00:03:00: Stefan ist Teamleiter, Mitte dreißig technisch hochkompetent, sein Team schätzt ihn meistens aber es gibt einen blinden Fleck.

00:03:10: Immer wenn in Meetings Fehler zur Sprache kommen wird Stefan schärfer nicht laut nicht beleidigend Aber sein Ton verändert sich.

00:03:20: eine kühle Distanz setzt ein.

00:03:23: Mitarbeitende berichten dass sie in solchen Momenten das Gefühl haben abgewertet zu werden.

00:03:30: Stefan selbst will das natürlich so nie beschreiben, für ihn ist es Konsequenz, Klarheit und Professionalität – so wurde er beruflich sozialisiert!

00:03:41: Als wir in der Arbeit tiefer gehen zeigt sich jedoch hinter Stefans Schärfe steckt kein Desinteresse an der jeweiligen Person an seinen Mitarbeitern.

00:03:51: Es steckt Charme dahinter Die Angst das Fehler seines Teams auch auf ihn zurückfallen und ganz tief drin ein alter innerer Satz, einen Glaubenssatz den er irgendwann übernommen hat.

00:04:08: Wer nichts leistet der taugt nichts.

00:04:11: dieser Satz wurde nicht im Meeting geboren Er wurde dort nur ausgelöst.

00:04:18: Stefan reagiert in diesen Momenten also nicht auf die aktuelle Situation, nicht auf das was ihm hier und jetzt ist – er reagiert auf eine alte Erinnerung, auf eine Überzeugung, die sich über die Jahre tief eingegraben hat.

00:04:33: Lange!

00:04:34: Bevor ihr Teamleiter wurde.

00:04:36: Und genau das ist doch der Punkt an dem Emotional-Reife anfängt?

00:04:41: Nicht bei der Frage wie du eine Reaktion versteckst sondern bei der Frage, woher sie eigentlich kommt.

00:04:48: Woher hat sie ihren Ursprung?

00:04:51: Und damit kommen wir zu etwas das sich für einen der wichtigsten Gedanken in unserem heutigen Thema halte.

00:04:58: Etwas dass ich immer wieder erlebe beim Menschen anfangen, sich wirklich damit auseinanderzusetzen.

00:05:05: Du glaubst du reagierst auf die Situation.

00:05:09: In Wirklichkeit reagierest du oft auf eine alte Erinnerung.

00:05:14: Lass das einfach mal einen Moment wirken, dass du in einem bestimmten Moment fühlst.

00:05:23: Es ist selten nur eine Antwort auf das was gerade passiert.

00:05:28: es ist eine antwort auf alles was du jemals erlebt hast Das sich ähnlich anfühlte jede ältere kränkung Jede vergangene situation in der du nicht gesehen wurdest jeder moment indem du nicht genug warst indem du dir nicht gut genug war.

00:05:46: Das Gehirn speichert all das und es ruft es ab blitzschnell automatisch ohne deine Erlaubnis.

00:05:54: Das bedeutet nicht, dass deine Reaktionen falsch sind!

00:05:57: Es bedeutet, dass du sie oft viel älter in dir trägst als die Situation in der Sie auftreten.

00:06:07: Klingt eigentlich logisch.

00:06:09: Und wenn Du jetzt einmal verstanden hast... Wirklich verstanden hast, dann verändert das alles.

00:06:15: Weil du plötzlich zwischen dem Auslöser und der Ursache unterscheiden kannst – zwischen dem was gerade passiert und dem…was das in dir berührt!

00:06:28: Dieser Spalt, dieses Skept, dieser kleine Moment zwischen Reiz-und Reaktion ist genau der Ort an dem mentale Souveränität entsteht.

00:06:39: Schauen wir uns an... Wie das INS-Modell, dein inneres Navigationssystem, dir hier konkret helfen kann.

00:06:47: Emotionale Reife ist im INS Modell keine isolierte Fähigkeit – sie ist das Fundament auf dem alle drei Säulen stehen!

00:06:58: Die innere Klarheit, dass es die erste Säule ist.

00:07:01: Sie ist ohne emotionale Wahrnehmung nicht möglich.

00:07:05: Wer seine eigenen Gefühle nicht kennt Der kennt auch seine Werte nicht wirklich.

00:07:10: Denn Werte sind keine rein kognitiven Konstrukte, nicht nur Wörter!

00:07:15: Sie sind emotional verankert – du spürst wenn etwas gegen deine Werte läuft… Auch wenn du es noch nicht in Worte fassen kannst.

00:07:26: Emuznale Stabilität ist die zweite Säule.

00:07:29: Emoznale stabilität bedeutet nicht keine Emotion zu haben.

00:07:34: Es bedeutet, in der Emotion handlungsfähig zu bleiben.

00:07:38: Den Sturm wahrzunehmen ohne von ihm mitgerissen zu werden!

00:07:42: Das ist ein aktiver Zustand kein Passiver.

00:07:46: und dann... ...der dritte Part die dritte Säule die Selbstwirksamkeit.

00:07:51: Sie wächst genau in dem Maß indem du lernst dass du deine Reaktionen nicht unterdrücken aber gestalten kannst.

00:07:59: jedes mal wenn du einen emotional aufgeladen Moment bei dir erlebst Bestätigst du dir selbst?

00:08:06: Ich habe eine Wahl.

00:08:09: Im INS-Navigationsprozess beginnt auch hier alles mit dem ersten Schritt wahrnehmen, nicht sofort reagieren, nicht die Emotionen wegträgen sondern erst einmal mahnen nehmen was gerade ist, was gerade in dir passiert und dann im zweiten Schritt verstehen woher kommt das, was wird hier wirklich berührt?

00:08:34: Wahrnehmen und verstehen, das ist der Kern emotionaler Reife.

00:08:38: Und er ist erlebbar bei jedem Menschen – auch in jedem Alter!

00:08:43: Kann man das noch erlernen?

00:08:47: Bevor ich zu den Übungen komme möchte ich noch auf einen Fehler hinweisen, den ich besonders häufig beobachte.

00:08:54: Viele Menschen versuchen Emotionen wegzuregulieren.

00:08:59: Sie wollen weniger fühlen, schneller zurück in den Sachverstand.

00:09:03: Die Emotionen möglichst kurz niedrig klein halten.

00:09:07: Aber das ist nicht das Ziel!

00:09:09: Das Ziel ist nicht weniger zu fühlen – das Ziel ist Gefühle als Information nutzen zu können ohne ihn automatisch zu folgen.

00:09:18: Ein Gefühl ist keinem Befehl.

00:09:23: Es sagt dir etwas über dich, über deine Werte, über das was dir wichtig ist.

00:09:28: Und wenn du lernst dieses Signal zu lesen dann wirst du nicht weniger professionell.

00:09:34: Im Gegenteil Du wirst klarer Entscheidungsfähiger und beziehungsfähig.

00:09:40: Emotionalereife bedeutet also Wahrnehmen statt Abspalten Benennen Statt verdrängen Regulieren Stadt kontrollieren.

00:09:53: Schauen wir uns mal eine kleine Übung an.

00:09:57: Ich nenne sie den Emotionscheck-in, Sie dauert sechzig Sekunden und funktioniert am besten in Momenten, in denen du merkst das etwas in dir reagiert bevor du nach außen reagierst.

00:10:12: Stelle dir diesen Moment drei kurze Fragen.

00:10:16: erstens Was fühle ich gerade genau?

00:10:20: Nicht Oh!

00:10:21: Ich bin gestresst Sondern Je präziser bin ich ärgerlich, bin nicht verletzt.

00:10:29: Bin ich unsicher?

00:10:30: Bin ich überfordert?

00:10:31: Je prräziser du benennen kannst, was du gerade in dieser Situation fühlst, dessen mehr Abstand entsteht automatisch zwischen dir und der Emotion!

00:10:42: Du richtest den Scheinwerfer nach innen.

00:10:45: Zweitens ist das, was ich fühle eine Antwort auf das jetzt oder ist es eine Erinnerung an früher?

00:10:54: Und drittens, was brauche ich gerade?

00:10:57: Nicht die andere Person nicht die Situation.

00:10:59: Sondern ich selbst innerlich – Was brauche Ich grade in so einer Situation?

00:11:05: Diese drei Fragen brauchen keine langen Antworten.

00:11:08: Einsatz reicht!

00:11:09: Aber sie unterbrechen den Automatismus und genau das ist der erste Schritt zur Suverinität.

00:11:16: Sie unterbrechten dem Automatismus von reiz-und sofortiger Reaktion.

00:11:24: Die zweite Übung, die ich dir anbieten möchte ist das, nehmen wir es, Reaktionstagebuch.

00:11:31: Sie ist etwas tiefergehender und braucht vielleicht so fünf Minuten am Ende eines Tages.

00:11:38: Erinnere dich an eine Situation, an dem heutigen Tag in der du emotional reagiert hast – egal ob stark oder kaum ärglich!

00:11:48: Und schreibe zu dieser Situation vier Dinge auf.

00:11:52: Erstens, was war der Auslöser?

00:11:54: Was ist konkret passiert?

00:11:56: Zweitens.

00:11:57: Wie habe ich reagiert?

00:11:59: Nach außen aber auch nach innen!

00:12:03: Was wurde in mir berührt?

00:12:05: welches Bedürfnis oder welcher Wert war betroffen?

00:12:08: und die vierte Frage wie hätte ich reagieren wollen wenn ich in diesem Moment vollständig bei mir gewesen wäre?

00:12:18: diese letzte frage ist die entscheidende oder reagieren wollen, wenn ich in diesem Moment vollständig bei mir gewesen wäre.

00:12:29: Und zwar nicht als Selbstkritik sondern als dein Kompass!

00:12:33: Diese Frage zeigt dir wer du sein möchtest wie du lieber reagieren möchtes, wie du sie uvaräner wahrgenommen werden möchtests und jedes mal wenn du sie stellst bewegst du dich ein kleines Stückchen mehr in diese Richtung wie du gerne reagiert hättest.

00:12:52: Bevor ich zum Abschluss komme, drei Dinge die ich mir wünsche dass du sie heute für dich mitnimmst.

00:12:59: Erstens Emotionen sind kein Störfaktor.

00:13:03: Sie sind Informationen.

00:13:06: Wer sie ausblendet wird nicht sachlicher.

00:13:08: Er wird unbewusster und unbewuste Emotion steuern Dich auch wenn Du glaubst sie im Griff zu haben.

00:13:15: Das ist eine Tatsache.

00:13:17: Zweitens Du reagierst oft nicht auf die Situation sondern auf eine alte Erinnerung.

00:13:22: Der Unterschied zwischen Auslöser und Ursache ist der Schlüssel zu echter emotionaler Reife.

00:13:30: Und last but not least, drittens – emotionale Reife ist keine Charakter-Eigenschaft.

00:13:36: Sie ist eine Fähigkeit!

00:13:38: Und wie jede Fähigkeiten kann man sie sich antrainieren durch Bewusstsein, durch Praxis, durch die Bereitschaft hinzuschauen.

00:13:50: Wenn du merkst, dass dieses Thema etwas in dir berührt – wenn du spürst, ob das du in diesem Bereich vielleicht Unterstützung möchtest.

00:13:58: Dann schau gerne meine Show-Notes!

00:14:00: Dort findest du alle Informationen zu meinem Coaching und Monteringprogrammen.

00:14:04: Und wenn diese Episode für jemanden in deinem Umfeld zutreffend ist… Eine Führungskraft vielleicht ein Kollegen?

00:14:11: Ein guter Freund?

00:14:12: Ein

00:14:12: Partner?!

00:14:13: Dann teil sie gerne!

00:14:14: Manchmal ist es genau das was jemand genau gerade braucht ohne zu wissen … dass er danach gesucht hat.

00:14:23: Ja, und bis zur nächsten Folge bleibt mental souverän.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.