Warum du dich nicht entscheiden kannst

Shownotes

In dieser Folge:

✅ Warum wichtige Entscheidungen immer Unsicherheit enthalten

✅ Daniel Kahnemans Denkmodelle einfach erklärt

✅ Verlustaversion: Warum wir oft lieber im Alten bleiben

✅ Warum Nicht-Entscheiden ebenfalls eine Entscheidung ist

✅ Entscheidungsvermeidung in Unternehmen und Führung

✅ Die Richter-Studie zur Entscheidungsmüdigkeit

✅ Das INS-Modell und seine Bedeutung für gute Entscheidungen

✅ Drei konkrete Impulse für mehr Entscheidungsstärke

Besonders spannend:

Du erfährst, warum viele Menschen nicht auf Informationen warten.

Sondern auf eine Sicherheit, die es nie geben wird.

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• Selbstführung • mentale Souveränität • Resilienz und Stresskompetenz • Entscheidungsfähigkeit in unsicheren Zeiten • Leadership und persönliche Entwicklung

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Denn vielleicht gibt es gerade jemanden in deinem Umfeld, der genau vor einer Entscheidung steht.

Transkript anzeigen

00:00:03: Hallo, schön dass du auch heute wieder rein hörst und ich möchte gleich mit einer Frage beginnen.

00:00:21: Kennst Du eine Entscheidung die du schon viel zu lange vor dir her schiebst?

00:00:25: Vielleicht ein unangenehmes Gespräch vielleicht eine Bewerbung oder gar einen Jobwechsel Eine berufliche Veränderung eine Investition oder vielleicht sogar eine Trennung.

00:00:39: Oder auch nur eine Entscheidung, bei der du innerlich schon lange weißt dass sie eigentlich fällig wäre und trotzdem passiert nichts.

00:00:49: Du denkst darüber nach?

00:00:50: Du sammest Informationen?

00:00:52: Du sprichst dich vielleicht sogar mit anderen Menschen ab?

00:00:55: Du wägst ab!

00:00:57: Du machst vielleicht sogar einen Pro- und Kontra-Leste Und am Ende bist du nicht klarer sondern Vielleicht müder.

00:01:05: Und vielleicht fragst du dich irgendwann, warum kann ich mich eigentlich nicht entscheiden?

00:01:10: Genau darüber wollen wir in der heutigen Podcast Folge sprechen!

00:01:15: Denn viele Menschen glauben sie hätten ein Entscheidungsproblem.

00:01:19: In Wahrheit haben Sie oft ein anderes Problem.

00:01:23: Sie haben einen Unsicherheitsproblem.

00:01:26: Sie warten auf Sicherheit, auf Gewissheit, auf den richtigen, auf dem perfekten Moment – auf das Gefühl jetzt ist es eindeutig, jetzt kann ich ganz sicher diese Entscheidung treffen.

00:01:39: Aber viele wichtige Entscheidungen im Leben sind nicht eindeutlich und genau das macht sie so schwer!

00:01:46: Denn die meisten wirklich relevanten Entscheidungen werden nicht mit vollständigen Informationen getroffen sondern oftmals mitten im Nebel.

00:01:56: Du weißt beim Jobwechsel nie genau Ob es wirklich so wird, wie es dir im Bewerbungsgespräch versprochen wurde?

00:02:03: Natürlich klingt erst mal alles gut.

00:02:05: Es ist erstmal alles neue, spannend und verführerisch!

00:02:08: Die tolle Unternehmenskultur.

00:02:10: Oh, flache Hierarchien.

00:02:12: Spannende Aufgaben.

00:02:13: Wertschätzende Führung.

00:02:15: Tolle Wörter.

00:02:16: Und dann sitzt du drei Monate später in einem Meeting und denkst, ah, flach hierarchien heißt ihr offenbar... dass niemand etwas entscheidet.

00:02:25: oder du wechselst in eine neue Position und merkst, die Aufgabe ist interessant.

00:02:31: Aber die Kultur passt nicht zu meinen Werten!

00:02:34: Oder die Kultur past aber die Führung passt nicht!

00:02:39: Oder Die Führungen passt?

00:02:40: Aber dein eigener Lebensrhythmus nicht mehr.

00:02:43: Und Du weißt vorher nie vollständig was Dich erwarten würde.

00:02:48: Du weist auch bei einer Selbständigkeit nicht ob sie funktioniert.

00:02:52: Du weißt bei einer Beziehung nicht, wie sie sich in zehn Jahren entwickelt.

00:02:57: Du weisst beim Umzug nicht ob du dich dort dann wirklich zu Hause fühlen wirst.

00:03:02: Du weiß bei einer neuen Führungsrolle nicht Ob sie dir oder ob sie zu dir passt Ob du ihr gewachsen bist Oder ob sie dich vielleicht auffrisst.

00:03:12: Und genau deshalb ist die zentrale Frage nicht Wie bekomme ich absolute Sicherheit Sondern?

00:03:20: Wie bleibe ich handlungsfähig obwohl ich keine absolute Sicherheit habe.

00:03:25: Und das ist ein riesiger Unterschied, oder nicht?

00:03:29: Denn viele Menschen versuchen Unsicherheit wegzudenken!

00:03:33: Sie recherchieren weiter, sie analysieren weiter... ...sie fragen noch jemanden und noch jemandem und vielleicht noch jemandem der jemanden kennt, der eine Meinung hat.

00:03:43: Sie hören noch einen Podcast, sie lesen noch einem Buch und irgendwann haben sie nicht mehr Klarheit, sondern nur mehr Material für ihre Unsicherheit.

00:03:54: Das ist wie beim Online-Kauf!

00:03:56: Früher bist du in ein Geschäft gegangen und hast dir einen banalen Toaster gekauft.

00:04:01: Heute vielleicht gibt es siebenundvierzig Modelle im Markt die Du Dir ansiehst.

00:04:06: Du liest onehundertdreiundachtzig Bewertungen, schaust drei Testvideos an und hast am enge immer noch Angst dich für den falschen Toaster entschieden zu haben.

00:04:18: Denn wie ist es denn in der Realität?

00:04:20: Du hast das Modell gekauft und Tage später siehst du ein vielleicht besser bewertetes oder hörst deine Information über einen noch besseren Toaster.

00:04:30: Und ja, beim Toaster ist es vielleicht noch lustig aber bei Lebensentscheidungen ist es das einfach nicht mehr!

00:04:38: Denn während du wartest passiert doch trotzdem etwas.

00:04:41: die Welt dreht sich weiter.

00:04:43: dein Leben wartet nicht, dein Team wartet auf dich, deine Beziehung wartet nicht immer mit dir.

00:04:50: Deine Energie wartet niet immer mit und manchmal kostet das Nichtentscheiden mehr als jede

00:04:58: Entscheidung.".

00:04:59: Ich habe einmal in einem Gespräch mit einem Unternehmer einen Satz gehört der mir hängen geblieben ist.

00:05:05: Er sagte damals ich bin eigentlich sehr entscheidungsstark aber bei dieser eigenen Sache komme ich seit Monaten nicht weiter.

00:05:15: Es ging um eine strategische Neuausrichtung seines Unternehmens.

00:05:20: Er hatte die Zahlen, er hat den Marktinformationen, er hatte ein tragfähiges Netzwerk.

00:05:26: ,er hatte Entscheidungen Einschätzungen aus den Fachabteilungen .Er hatte externe Beratung und trotzdem blieb er Hängen Als wir tiefer eingestiegen sind.

00:05:38: in unser Gespräch wurde schnell klar es fehlten nicht die Informationen Es fehlte die innere Erlaubnis eine Entscheidung zu treffen, deren Ausgang offen war.

00:05:50: Es gibt keine Garantie für richtig oder falsch und das ist oft der Kern.

00:05:55: Viele Menschen sagen ich brauche noch mehr Informationen um mich entscheiden zu können aber in Wahrheit meinen sie etwas ganz anderes.

00:06:02: vielleicht meinen Sie Ich möchte eine Garanti dass sich hinterher nichts bereue Aber sorry diese Garantien gibt es nicht Und diese Wahrheit ist zwar jetzt sehr unbequem, aber auch befreiend.

00:06:18: Denn wenn du verstehst das die Garantie nicht kommt dann kannst Du doch aufhören auf sie zu warten oder?

00:06:25: Der Psychologe Daniel Cainman hat unser Verständnis von Entscheidungen stark geprägt.

00:06:31: er beschreibt zwei Arten des Denkens ein schnelles automatisches intuitives Denken und ein langsameres bewusstes analytisches Denken.

00:06:42: Das sind die beiden Arten.

00:06:43: Der schnelle System ist unglaublich effizient, es hilft dem Alltag, das Erkenntmuster, es bewertet Situationen, er spart Energie.

00:06:52: aber es hat einen kleinen Haken Es entscheidet oft schneller als dir bewusst ist.

00:07:00: Und das langsame System wiederum kommt danach und liefert eine Begründung – das ist einer der großen Aha-Momente in der Entscheidungspsychologie.

00:07:09: Wir glauben oft Wir entscheiden rational.

00:07:13: Aber hoffentlich entscheiden wir emotional und begründen später ganz logisch!

00:07:18: Das bedeutet nicht, dass Emotion schlecht ist – ganz im Gegenteil.

00:07:22: Emotion ist wichtig.

00:07:24: Sie liefert uns Informationen.

00:07:26: Sie zeigt uns die Bedeutung einer Situation.

00:07:29: Sie weist auf Werte, Erfahrungen und Bedürfnisse hin.

00:07:33: Aber wenn du deine Emotionen nicht erkennst, hältst du sie schnell für Wahrheiten?

00:07:38: Dann sagst du nicht Ich habe Angst vor dieser oder jener Entscheidung, sondern das ist bestimmt nicht der richtige Weg.

00:07:46: Du wirst nicht sagen ich fürchte diesen Konflikt, sondern – Der Zeitpunkt ist gerade nicht gut!

00:07:53: Oder du sagst nicht, ich will die Verantwortung nicht tragen, sondern ich brauche hier mehr Informationen.

00:08:01: und genau hier beginnt mentale Souveränität, nicht in diesen Ausreden, nicht indem du Emotionen ausschaltest, sondern indem du erkennst wenn sie dich steuern.

00:08:16: Mentale Souveränität bedeutet bewusst zu bleiben, wenn andere nur noch reagieren und manchmal bedeutet das Bewusst zu bleiben wenn dein eigenes System dich davon abhalten will eine Entscheidung zu treffen.

00:08:31: Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Verlust aversion.

00:08:36: Kenmen Und Tverski haben gezeigt, dass Menschen mögliche Verluste oft stärker gewichten als gleich große Gewinne.

00:08:46: Ein Verlust fühlt sich psychologisch viel schwerer an also ein vergleichbarer Gewinn und wenn du das auf Entscheidungen überträgst wird doch vieles verständlicher oder?

00:08:56: Bei einer Entscheidung fragst Du Dich nicht nur was kann ich gewinnen sondern oft viel stärker.

00:09:03: Was könnte passieren, was könnte ich verlieren?

00:09:06: Was wäre denn im schlimmsten Fall?

00:09:08: Wenn ich den Job wechsle, verliere ich vielleicht Sicherheit.

00:09:11: Wenn ich ein Gespräch führe, veriliere ich die Harmonie.

00:09:15: Wenn Ich eine Führungsrolle annehme, verlieere ich Freiheit.

00:09:19: Wenn mich selbstständig mache, verliere ich Planbarkeit.

00:09:23: Wenn mir trenne, verviere ich Gemeinsamkeit zu Gehörigkeit.

00:09:30: verliere ich vielleicht Akzeptanz oder Anerkennung und plötzlich fühlt sich der Stillstand einfach sicherer an, nicht weil er gut ist sondern weil er uns bekannt ist.

00:09:42: Das ist ein enorm wichtiger Punkt!

00:09:45: Viele Menschen bleiben nicht, weil sie glücklich sind.

00:09:49: Sie bleiben, weil das Bekannte weniger bedrohlich wirkt als das Ungewisse.

00:09:56: Deshalb bleiben vielleicht auch viele Menschen in ihren unglücklichen Beziehungen oder in einem Job, der sie nicht ausfüllt, der ihnen keine Sinnhaftigkeit schenkt.

00:10:05: Der ungeliebte Job ist bekannt?

00:10:08: Klar!

00:10:08: Die anstrengende Beziehung ist bekannt, die Überforderung ist bekannt, die Rolle, die nicht mehr passt, ist bekannt und das Bekannte wirkt für unser System oft sicherer als das Richtige – auch dann wenn du es langfristig So verbuchen kannst und feststellst, dass es einfach langfristig Energie kostet.

00:10:31: Und natürlich auch deine Aufmerksamkeit!

00:10:33: Denn du suchst ja immer noch nach einer Entscheidung.

00:10:37: Hier entsteht ein leiser aber mächtiger Mechanismus.

00:10:41: Du entscheidest dich nicht aktiv für das Alte – du entscheiderst dich nur nicht für das Neue.

00:10:48: Also sich gegen das Neu zu entscheiden ist offensichtlich auch eine Entscheidung nämlich aktiv beim Alten zu bleiben, obwohl du vielleicht unzufrieden bist.

00:10:58: Und schon bleibt alles wie es ist – Alles wie es immer war!

00:11:02: Das klingt erst mal harmlos… Ist das aber nicht?

00:11:06: Denn Nicht-Entscheiden ist selten neutral.

00:11:09: Viele Menschen denken «Ich habe noch keine Entscheidung getroffen».

00:11:13: Aber das stimmt meistens nicht.

00:11:15: Sie haben ja eine Entscheidung getrofft.

00:11:17: Nämlich die Entscheidung ist nicht anzugehen, die Entscheidung zu warten.

00:11:21: Und auch DAS ist eine Entscheidung.

00:11:24: Das ist einer der wichtigsten Sätze dieser Folge.

00:11:27: Nicht entscheiden heißt nicht neutral zu bleiben, nicht entscheiden heißt oft die Entscheidung an die Zeit an andere Menschen oder an andere Umstände

00:11:38: abzugeben.".

00:11:40: Genau das passiert im Berufsleben ständig – eine Mitarbeiter sagt «da muss mein Chef entscheiden», ein Teamleiter sagt «ich warte noch auf die Geschäftsführung».

00:11:50: Eine Führungskraft sagt «auf brauche ich erst das OK vom Vorstand.».

00:11:55: Und natürlich gibt es reale Zuständigkeiten.

00:11:58: Natürlich gibt es Entscheidungen, die nicht in jeder Rolle getroffen werden können.

00:12:03: Das wäre naiv das zu ignorieren – da bin ich absolut dabei!

00:12:06: Aber es gibt auch eine andere Realität.

00:12:09: Manchmal ist das Warten auf die Entscheidung von oben nur eine elegante Form Verantwortung zu meiden.

00:12:16: Denn solange jemand anders entscheidet … trage ich doch nicht die volle Konsequenz?

00:12:22: Ich kann später sagen… Hey!

00:12:24: Das war doch gar nicht meine Entscheidung oder ich hätte das anders gemacht.

00:12:28: Oder der Klassiker!

00:12:31: Ich habe nur umgesetzt, nur das gemacht was mir gesagt wurde und genau dort wird es jetzt wirklich interessant denn Organisationen verlieren oft nicht deshalb ihr Tempo weil Menschen nicht denken können ja sondern weil zu viele darauf warten dass jemand anderes den ersten Schritt macht.

00:12:52: alle warten auf Klarheit Aber niemand wird sie erzeugen.

00:12:55: Das ist wie in einem Kreisverkehr, indem alle höflich stehen bleiben.

00:13:00: Jeder jedem die Vorfahrt geben möchte – aber niemand währt!

00:13:04: Eigentlich nice anzugucken, aber irgendwann kommt halt keiner der Akteure mehr an.

00:13:09: Im Unternehmen zeigt sich Entscheidungsverminderung oder Entscheidungs vermeidung oft sehr subtil.

00:13:15: Meetings werden in die Länge gezogen, Entscheidungen werden vertagt... Es werden weitere Daten angefordert.

00:13:22: Noch eine weitere Abstimmung, noch eine weitere Person hinzugehört holt, noch ein Gesprächs- oder Entscheidungsrunde – einen Termin in der Zukunft nochmal gelegt.

00:13:33: und manchmal ist das ja auch sinnvoll!

00:13:35: Aber manchmal ist es nur Angst im Business Outfit.

00:13:39: Angst falsch zu legen, Angst kritisiert zu werden, Angst Verantwortung zu übernehmen, Angst eine Richtung vorzugeben und diese Angst ist menschlich.

00:13:50: Aber sie darf dich nicht führen, denn Führung bedeutet nicht immer die perfekte Entscheidung zu treffen.

00:13:58: Führungen bedeutet unter Unsicherheit handlungsfähig zu bleiben.

00:14:03: Das gilt übrigens nicht nur für Führungskräfte das gilt auch privat.

00:14:07: Viele warten darauf dass der Partner sich verändert Dass der Chef etwas erkennt dass der richtige Moment kommt, das die Umstände klarer deutlich erwerben.

00:14:18: Dass man sich endlich sicher fühlt.

00:14:20: aber manchmal kommt dieser Moment nie und dann wird warten.

00:14:25: zur Lebensstrategie eine sehr teure Lebensstrategie wie ich finde.

00:14:30: Ich ernehmle mich an ein Klienten der monatelang eine Entscheidung vor sich her schub.

00:14:36: Er war in einer beruflichen Situation, die ihn zunehmend belastete.

00:14:40: Nach außen war alles solide – gute Positionen, gutes Einkommen anerkennung sowohl privat als auch beruflich.

00:14:47: Ein Lebenslauf der gut aussah und eigentlich bei mir ehrlich sind, war er innerlich müde.

00:14:55: nicht müde im Sinne von ich brauche mal wieder einen Wochenende frei sondern müde dem Sinne von Ich komme mir selbst abhanden.

00:15:03: Er sagte irgendwann, ich funktioniere nur noch.

00:15:06: Aber ich spüre mich nicht

00:15:07: mehr.".

00:15:24: Er wurde still, und dann sagte er eigentlich nichts.

00:15:39: Ich wünschte mir nur die Garantie, dass ich es nicht bereue, das ich's nicht

00:15:44: vergurke.".

00:15:46: Das war der Moment – Nicht die fehlende Information war das Problem, sondern der Wunsch nach einer Sicherheit, die niemand geben kann!

00:15:56: Und dann haben wir nicht weiter an der Frage gearbeitet, was ist die perfekte Entscheidung?

00:16:01: Sondern einer ganz anderen Frage.

00:16:04: Mit welcher Unsicherheit kannst du

00:16:06: leben?!

00:16:07: Und das hat einiges verändert!

00:16:10: Mit welchen Unsicherheiten kannst Du Leben?

00:16:12: Wo drückt der Schuh am wenigsten?

00:16:14: Dann plötzlich ging es nicht mehr darum einen Risiko komplett zu vermeiden sondern bewusst zu wählen welches Risiko er tragen wollte Das Risiko zu gehen oder das Risiko zu bleiben.

00:16:27: Und das ist oft der ehrliche Blick auf die Situation, denn jede Entscheidung wird immer ihren Preis haben.

00:16:34: Gehen hat einen Preis, bleiben aber auch.

00:16:38: Sprechen hat ein Preis, schweigen auch.

00:16:40: Entscheiden hat ein Preis – sich nicht entscheiden, auch!

00:16:44: Und mentale Souveränität bedeutet diesen Preis bewusst anzuschauen.

00:16:52: Ja?

00:16:52: Nicht dramatisch, nicht panisch, sondern klar nüchtern.

00:16:58: Hier kommt auch mein inneres Navigationssystem-Modell ins Spiel, denn wir Menschen sich nicht entscheiden können, fehlt oft nicht ein Fakt oder mehrere Fakten – es fehlen innere Klarheit, emotionale Stabilität und Selbstwirksamkeit.

00:17:15: Innere Klarheid bedeutet was will ich wirklich?

00:17:18: Nicht was erwarten andere von mir!

00:17:21: Nicht was sieht gut aus?

00:17:23: Nicht, was wäre denn jetzt vernünftig?

00:17:26: Sondern... Was ist für mich stimmig?

00:17:31: Emuznale Stabilität bedeutet kann ich die Spannung aushalten, die mit dieser Entscheidung verbunden ist.

00:17:38: Denn jede echte Entscheidung erzeugt Spannungen!

00:17:41: Du entscheidest dich für etwas und gegen etwas anderes.

00:17:45: Das fühlt sich selten nur gut an.

00:17:48: Und Selbstwirksamkeit bedeutet traue ich mir zu, mit den Folgen meiner Entscheidung umzugehen.

00:17:55: Und das ist vielleicht der wichtigste Punkt!

00:17:57: Viele Menschen suchen Sicherheit in der Entscheidung.

00:18:00: Starke Entscheider suchen sie in sich – nicht im Sinne von Überheblichkeit sondern im Sinne vom Ich werde mit dem umgehen können was auf mich zukommt.

00:18:15: Ich bin immer bereit zu lernen, ich kann Verantwortung übernehmen.

00:18:19: Ich muss nicht länger vorher alles

00:18:21: wissen.".

00:18:22: Das ist innere Stärke.

00:18:24: und jetzt kommt noch ein spannender Punkt aus der Forschung – nämlich die sogenannte Entscheidungsmüdigkeit!

00:18:31: Ein bekanntes Beispiel stammt aus einer Untersuchung zur richterlichen Entscheidungen.

00:18:37: Forscher analysierten Bewährungsentscheidungen und fanden heraus, dass die Wahrscheinlichkeit einer positiven Entscheidung im Tagesverlauf deutlich schwankte.

00:18:48: Und nach Pausen wieder anstieg!

00:18:51: Die genaue Interpretation dieser Studie wird wissenschaftlich diskutiert – aber der Befund macht etwas sehr anschaulich.

00:18:59: Entscheidungen kosten mentale Energie.

00:19:04: Greifen Menschen eher auf Standardlösungen zurück.

00:19:07: Im Zweifel wird dann ihr vertagt oder abgelehnt, oder das gewählt was weniger Risiko bedeutet und das kennen wir doch alle aus dem Alltag.

00:19:18: Du hast den ganzen Tag Entscheidungen getroffen beruflich privat organisatorisch.

00:19:22: Was hat Priorität?

00:19:24: Wer braucht eine Antwort?

00:19:26: welches Problem zuerst Bis hin zu, was essen wir heute Mittag?

00:19:30: Wer holt das Kind ab?

00:19:31: Hey!

00:19:32: Welche Mail ist heute noch wichtig zu beantworten?

00:19:34: und abends solltest du noch eine große Lebensentscheidung treffen.

00:19:38: Das ist ungefähr so als würdest du nach einem Marathon noch schnell deine Steuererklärung machen wollen.

00:19:44: Ja kann man machen aber ob es schön wird, ob es gut wird oder funktioniert ist ne ganz andere Frage.

00:19:53: Ein Klient beschrieb es einmal sehr treffend.

00:19:55: Er sagte, tagsüber treffe ich Entscheidungen für alle!

00:19:59: Abends habe ich keine Kraft mehr für meine eigenen – eine gute Reflexion und eine gute Selbstbeobachtung.

00:20:05: Das hat mich damals bewirrt.

00:20:06: diese Aussage denn genau das passiert vielen Menschen sie verbrauchen ihre Entscheidungsenergie für Dringlichkeiten Und haben dann keine Kraft meer für das Wesentliche Für die Fragen die wirklich zählen Wie will ich leben, wie will ich arbeiten?

00:20:24: Welche Rolle passt noch zu mir?

00:20:26: Welchen neuen Rollen hätte ich gerne.

00:20:28: Welche alten Rollen möchte ich ablegen?

00:20:30: Welcher Entscheidung schiebe ich seit Monaten vor mir her?

00:20:34: und hier liegt ein wichtiger Impuls.

00:20:36: Trifft wichtige Entscheidungen nicht im Zustand maximaler Erschöpfung – Nicht nach zum Zwölf!

00:20:43: Nicht nach fünf schwierigen Meetings!

00:20:47: Nicht zwischen zwei Terminen!

00:20:49: Nicht in emotionaler Überhitzung.

00:20:51: Wichtige Entscheidungen brauchen nicht immer viel Zeit, aber sie brauchen einen guten stabilen inneren Zustand.

00:21:00: Denn die Qualität deiner Entscheidung hängt nicht nur von den Informationen ab sondern von dem Zustand aus dem heraus du sie entscheidest!

00:21:10: Das ist ein zentraler Gedanke dieser Folge.

00:21:14: Viele fragen was ist die richtige Entscheidung?

00:21:18: Aber oft wäre diese Frage bin ich gerade in einem Zustand, aus dem heraus ich gut entscheiden kann.

00:21:25: Wenn du müde bist, wenn du ängstlich bist und dich etwas trickert überfordert oder innerlich unter Druck setzt sieht die Welt einfach enger aus.

00:21:33: dein Fokus verengt sich dann wird das Risiko in der Wahrnehmung größer Dann wird Veränderung bedrohlicher Dann wird Stillstand sicherer Und genau deshalb ist mentale Souveränität so wichtig.

00:21:48: Sie hilft dir nicht, jede Entscheidung perfekt zu treffen.

00:21:51: Aber sie hilft dir bewusst dazu entscheiden – Nicht aus der Angst heraus, nicht aus Druck vom Außen, nicht von Vermeidung sondern Aus Klarheit!

00:22:01: Ein einfacher Impuls für schwierige Entscheidungen ist deshalb.

00:22:05: Frag dich nicht zuerst Was ist die perfekte Entscheidung?

00:22:09: Gibt es überhaupt?

00:22:10: Frage Dich Mit welcher Unsicherheit kann ich

00:22:15: leben?!

00:22:16: Das ist ein völlig anderer Zugang.

00:22:18: Probier's einfach mal aus!

00:22:20: Denn du wirst feststellen, manche Unsicherheit ist Entwicklungsfördernd und manche Sicherheit ist nur ein schöner Name für Stillstand – eine Ausrede.

00:22:31: Vielleicht ist der sichere Job gar nicht so sicher?

00:22:36: Vielleicht ist die vertraute Rolle gar nicht zu stimmig?

00:22:40: Vielleicht is das Warten gar keine Vorsicht sondern

00:22:43: Angst?!

00:22:44: Und vielleicht ist der nächste Schritt nicht perfekt, aber notwendig.

00:22:48: Der zweite Impuls lautet Unterschiede zwischen Informationen und Absicherung.

00:22:55: Information hilft dir klarer zu sehen.

00:22:58: Absicherung hingegen versucht Angst zu beruhigen.

00:23:02: Informationen hat man irgendwann genug.

00:23:06: Absicherung nie.

00:23:08: Wenn du also merkst dass Du immer weiter recherchierst Frage dich doch einfach mal, suche ich gerade wirklich neue Informationen oder suche nur emotionale Sicherheit?

00:23:21: Unter dritte Impuls macht die Entscheidung viel kleiner.

00:23:24: Viele Menschen überfordern sich weil sie so tun als berehende Entscheidungen endgültig.

00:23:30: Aber viele Entscheidungen sind korrigierbar.

00:23:34: Nicht alle aber viele.

00:23:36: Du musst nicht immer das ganze Leben entscheiden.

00:23:38: Manchmal reicht der nächste Schritt Ein Gespräch, eine Anfrage, ein Test.

00:23:43: Eine Probephase – ein klares Nein!

00:23:46: Ein erstes Jahr?

00:23:47: Entscheidungsfähigkeit bedeutet nicht alles auf einmal zu wissen.

00:23:51: Entscheidungsfähigkeit bedeutet den nächsten bewussten Schritt zu gehen.

00:23:56: Wenn du aus dieser Folge heute drei Dinge mitnehmen möchtest Dann sind es vielleicht diese Takeaways.

00:24:02: Erstens Die meisten wichtigen Entscheidungen werden unter Unsicherheit getroffen.

00:24:07: Wenn du auf vollständige Sicherheit wartest, wartest du oft zu lange.

00:24:13: Zweitens Nicht entscheiden ist auch eine Entscheidung und oft Eine die einen sehr hohen Preis kostet Denn Du gibst Gestaltung an Zeit Umstände an andere Menschen ab.

00:24:30: Und drittens Klarheit entsteht nicht immer vor der Entscheidung.

00:24:34: Sie oft entsteht Klarheit erst durch die Entscheidung.

00:24:36: Vielleicht nimmst du dir für die nächsten Tage eine Frage mit.

00:24:41: Welche Entscheidung schiebe ich gerade vor mir her?

00:24:45: Und dann frage dich nicht, was wären die perfekte Lösungen!

00:24:50: Sondern – Was wäre jetzt der nächste souveräne

00:24:54: Schritt?!

00:24:56: Mit welcher Unsicherheit kann ich am ersten umgehen?

00:25:01: Deine mentale Souveränität bedeutet bewusst zu bleiben wenn andere nur reagieren Und manchmal bedeutet sie auch eine Entscheidung zu treffen, obwohl noch nicht alle Antworten da sind.

00:25:14: Also wenn dir diese Podcast-Folge gefallen hat freue ich mich sehr!

00:25:18: Wenn du diesen Podcast abonnierst oder ihm ein Like gibst und wenn du Menschen kennst für die dieses Thema mit der Entscheidungsfindung warum wir uns dort so schwer tun gerade wichtig ist teile sehr gerne die Folge mit ihnen und alle weiteren Informationen zu mir und meiner Arbeit findest Du wie immer in den Shownotes Und ich sage einfach mal, bis zur nächsten Folge.

00:25:40: Bleib mental souverän!

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