Warum wir uns selbst so oft im Weg stehen

Shownotes

Warum wir uns selbst so oft im Weg stehen

Viele Menschen glauben, sie müssten nur disziplinierter, motivierter oder stärker sein.

Doch oft liegt das eigentliche Problem viel tiefer.

In dieser Folge spricht Andreas Langner über Selbstsabotage, innere Muster und die Schutzmechanismen unseres Gehirns.

Warum bleiben Menschen:

in ungesunden Beziehungen, in erschöpfenden Jobs, in alten Rollen, oder halten sich selbst klein, obwohl sie sich eigentlich Veränderung wünschen?

Die Antwort ist häufig nicht mangelnde Stärke — sondern der Wunsch des Gehirns nach Sicherheit.

Du erfährst in dieser Folge:

warum Selbstsabotage oft Selbstschutz ist, weshalb unser Gehirn Bekanntes bevorzugt, wie alte Muster unter Druck aktiviert werden, warum Veränderung sich oft zuerst falsch anfühlt, und wie du beginnen kannst, dich bewusst aus alten Mustern zu lösen.

Außerdem erwarten dich praktische AHA-Übungen für den Alltag, die sofort anwendbar sind.

Weitere Infos zu meiner Arbeit gibt es unter:

**www.langner-coaching.de **

Transkript anzeigen

00:00:03: Willkommen bei Mentales Souveränität.

00:00:06: Ein Podcast für Menschen, die klar denken und klar entscheiden wollen von und mit Andreas Langner.

00:00:14: Hallo!

00:00:14: Schön dass du auch heute wieder in meinen Podcast reinhörst.

00:00:18: Vielleicht kennst Du das?

00:00:20: Du weißt eigentlich ganz genau was Du tun müsstest Das Gespräch führen Die Entscheidung treffen Endlich mit etwas anfangen Oder etwas loslassen Dass sie längst nicht mehr gut tut Und trotzdem passiert nichts.

00:00:38: Oder du schiebst es auf, überdenkst und ziehst dich zurück, machst dich vielleicht kleiner als du eigentlich bist?

00:00:45: Und irgendwann kommt dieser eine Gedanke.

00:00:49: Warum stehe ich mir selbst zu oft im Weg?

00:00:55: Darüber sprechen wir heute, denn die meisten Menschen scheitern nicht an fehlende Potenzialen sondern an den unterschiedlichen inneren Mustern.

00:01:04: An den Mustern in ihrem eigenen Kopf, die unsichtbar sind.

00:01:09: Wir sprechen über Selbstzappotage Über innere Muster, über die Mechanismen mit denen wir uns manchmal selbst zurückhalten Obwohl wir uns eigentlich Veränderung wünschen.

00:01:20: Und vielleicht wird diese Folge für manche höherer unbequem Aber hoffentlich auch befreiend.

00:01:28: Etwas, das mich seit Jahren fasziniert.

00:01:31: Menschen wissen rational oft ganz genau was eigentlich richtig wäre und trotzdem tun sie es nicht!

00:01:39: Sie wissen dass man einen Gespräch führen muss.

00:01:42: Sie wissen, dass man jetzt vielleicht Grenzen setzen müsste oder dass Veränderung wichtig wäre, dass sie sich barabieren sollten, dass die sich längst aus etwas lösen müssten Nichts.

00:01:56: Oder sie schieben auf, kontrollieren, zweifeln, ziehen sich zurück, verlieren sich im Perfektionismus, vermeiden Entscheidungen.

00:02:04: und viele denken dann hey mit mir stimmt etwas nicht aber wichtig ist dabei.

00:02:12: das bedeutet nicht automatisch dass mit dir etwas nicht stimmt.

00:02:17: nein oft arbeitet dein Gehirn einfach genauso wie menschliche Gehirne eben arbeiten.

00:02:23: Was meine ich damit?

00:02:25: Unser Gehirn ist nicht primär darauf ausgelegt, dass wir ständig wachsen und mutig sind oder Risiken eingehen.

00:02:34: Seine wichtigste Aufgabe ist zuerst einmal für Sicherheit zu sorgen!

00:02:42: Ein einfaches Beispiel Wenn du nachts allein durch eine dunkle Straße gehst und plötzlich ein Geräusch hörst, dann reagiert dein Nervungssystem sofort innerhalb von Millisekunden.

00:02:54: Nicht weil du schwach bist sondern weil dein Gehirn permanent prüft.

00:02:58: ist das hier sicher oder gefährlich?

00:03:02: Und genau dieses Prinzip wirkt auch in unserem Alltag bei Entscheidungen, Veränderungen, Sichtbarkeit, Konflikten, Beziehungen – das Gehirnen liebt bekanntes!

00:03:16: weil bekannt das eben berechenbar ist.

00:03:19: Selbst dann, wer es uns eigentlich längst nicht mehr gut tut.

00:03:24: und genau deshalb bleiben Menschen oft in unsicheren Beziehungen, in Jobs die sie innerlich erschöpfen, in alten Rollen gefangen im Mustern, die sie klein halten – nicht weil sie unfähig wären sondern weil Sicherheit psychologisch unglaublich mächtig ist!

00:03:45: Und genau hier kommt ein Gedanke, den ich unglaublich wichtig finde.

00:03:50: Viele Verhaltensweisen die wir heute als Schwäche bewerten waren ursprünglich Schutzstrategien und das finde ich verändert dem Blick auf uns komplett.

00:04:03: Denn plötzlich geht es nicht mehr darum warum bin ich so sondern wovor schützt mich dieses Verhalten eigentlich?

00:04:12: Und das ist ein riesiger Unterschied.

00:04:14: Das ist wem wir glauben setzen?

00:04:16: Wofür ist dieser Glaubenssatz eigentlich gut, wofür will er mich schützen?

00:04:22: Vielleicht denkst du während dieser Folge einmal an eine Situation in der Du Dich selbst zurückgehalten hast, indem Du DICH selbst diszipliniert eingeengt hast.

00:04:34: vielleicht hast Du etwas aufgeschoben Ein wichtiges Gespräch vermieden dich kleiner gemacht nicht an einer Diskussion teilgenommen, dich angepasst oder dich nicht getraut einen nächsten Schritt zu gehen.

00:04:49: Und jetzt stell dir einmal ganz ehrlich diese Frage in dieser Situation wenn du sie dir vorstellst wovor hat dich dieses Verhalten eigentlich geschützt?

00:05:03: Frag nicht warum bin ich so sondern wovore schützt das mich?

00:05:10: und plötzlich Ergeben viele Muster Sinn, oder?

00:05:15: Perfektionismus schützt uns oft vor Kritik.

00:05:19: Denn wenn alles perfekt ist, kann niemand etwas angreifen!

00:05:24: Ein anderer Schutzmechanismus ist die Kontrolle – denn Kontrolle schützt vor Unsicherheit.

00:05:30: Wer alles kontrolliert, der muss doch eigentlich weniger Angst spüren,

00:05:33: oder?!

00:05:35: Aufschieben schütze manchmal von möglichem Scheitern.

00:05:39: Denn solange ich nicht beginne, kann ich auch nicht scheitern….

00:05:43: Anpassung.

00:05:44: Schützt oft vor Ablehnungen, viele Menschen haben früh gelernt wenn ich funktioniere, wenn ich es den anderen recht mache dann bin ich sicher.

00:05:54: Humor schützt manchmal vor echter Nähe, Menschen überspielen Unsicherheit oftmals mit Lockerheit sich aus einer Situation herauszunehmen also zurückzuziehen.

00:06:06: Rückzug schützte vor Verletzung und selbst Überarbeitung Kann ein Schutz sein, denn solange ich ständig beschäftigt bin muss sich bestimmte Gefühle vielleicht nicht spüren.

00:06:18: Mich ihnen nichts stellen Verstehe mich hier bitte nicht falsch Diese Muster können problematisch werden Aber oft werden sie irgendwann einmal sinnvoll gewesen sein.

00:06:30: Oftmals haben Sie in der Vergangenheit einen gewissen Sinn gehabt Und all dieses Verständnis verändert häufig schon sehr Viel, denn Selbstverurteilung erzeugt selten Entwicklung.

00:06:45: Verständnis hingegen schon!

00:06:49: Ich erinnere mich an eine Führungskraft mit der ich gearbeitet habe – eine Dame sehr intelligent, sehr reflektiert, trägt viel Verantwortung privat und beruflich… Und eigentlich wusste diese Person seit Jahren das hier passt alles nicht mehr so zu

00:07:11: mir.".

00:07:12: Ihre Werte waren nicht mehr stimmig, die Energie ging auf Dauerbeck.

00:07:16: Die innere Motivation verschwand zusehends und trotzdem blieb sie!

00:07:22: Warum?

00:07:23: Nicht weil Sie unfähig gewesen wäre sondern weil Veränderung Unsicherheit bedeutet und Unsicherkeit aktiviert den Stress.

00:07:33: Das Gehirn denkt dann nicht oh spannende Entwicklung super Sondern Oh Vorsicht Risiko Veränderung, Ungewissheit und Sicherheit.

00:07:43: Und genau deshalb bleiben Menschen häufig länger als es ihnen gut tut in Rollen, in Situationen – nicht weil sie nichts verstehen sondern weil Sicherheit psychologisch unglaublich mächtig ist!

00:08:00: Ich kenne das auch aus dem Mentaltraining, aus der Praxis.

00:08:04: Ein Spieler trainiert hervorragend im Training Probiert neue Sachen, neue Techniken.

00:08:09: Ist mutig, wirkt locker im Auftreten, wird frei innerhalb des Mannschaftsgefühles.

00:08:16: Alles im Training super und plötzlich das entscheidende Spiel!

00:08:21: Auch wenn es nur ein Liga-Spiel ist – Es geht um Punkte und Platzierungen.

00:08:25: Was entsteht?

00:08:26: Druck Beobachtung was machen die anderen?

00:08:30: Erwartungshaltung an mich aber auch der Erwartungshaltung von außen.

00:08:34: Und was passiert jetzt?

00:08:36: Viele fallen dann nicht auf ihr Potenzial zurück, sondern auf die tiefsten Muster, die in ihnen abgespeichert sind.

00:08:45: Aus der Vergangenheit wie sie sich in den einzelnen Situationen verhalten haben.

00:08:50: Plötzlich wird vorsichtiger gespielt mehr abgesichert weniger riesig gegangen.

00:08:56: warum nun?

00:08:58: weil das Gehirn unter Druck Sicherheit herstellen möchte.

00:09:02: Und genau deshalb ist mentale Stärke im Spitzenbord nicht keine Angst zu haben, sondern trotz Angst handlungsfähig zu bleiben.

00:09:12: Das können wir aus dem Spitzensport lernen.

00:09:14: und genau das ist ein riesiger Unterschied Handlungsfähigkeit zu bleiben und sich nicht von der Angst steuern zu lassen.

00:09:24: Vielleicht kennst du aber auch diesen inneren Konflikt.

00:09:27: Ein Teil von dir will Wachstumveränderung, will mehr sichtbar werden, mehr nach Außen treten, möchte neue Wege gehen sich entwickeln frei sein!

00:09:37: Sich einfach entfalten können.

00:09:40: und gleichzeitig gibt es einen anderen Teil in dir der sagt hey bleibt lieber vorsichtig, hm mach keine Fehler Mach dich nicht anergreifbar Du bleib lieber in deiner Rolle Und beide Teile meinen es oft gut und das ist wichtig zu verstehen.

00:10:00: Denn echte Selbstführung bedeutet nicht, gegen sich selbst Krieg zu führen, Energien gegen sich selber zu verbrennen sondern im ersten Schritt die eigenen inneren Muster bewusst wahrzunehmen.

00:10:15: Etwas dass viele Menschen hier an dieser Stelle falsch interpretieren zuerst falsch anfühlt, nicht weil sie falsch ist sondern weil sie neu ist.

00:10:29: Unser Gehirn hat für neue Wege keine Erfahrungswerte denn unserem Gehirnes abgespeichert all das was du in der Vergangenheit gelebt hast.

00:10:39: ich nenne es immer deine mentale Landkarte Keine Sicherheit keine Kontrolle und deshalb entsteht Unsicherheit.

00:10:48: viele Menschen denken dann sofort Das fühlt sich nicht gut an Oder das ist vielleicht oder wahrscheinlich falsch.

00:10:57: Aber oft bedeutet Unsicherheit einfach nur, hey!

00:11:01: Das ist ungewohnt und das ist ein ganz riesiger Unterschied.

00:11:05: Und hier liegt ein weiterer gefährlicher Erdturm.

00:11:10: Viele Menschen glauben, sie müssten erst mutig werden.

00:11:14: Sie müssten für Sicherheit sorgen.

00:11:17: Sie mussten sich perfekt vorbereiten.

00:11:19: Sie müssen komplett angstfrei in neue Situationen gehen oder bevor sie handeln.

00:11:26: Aber genau das passiert doch oft – in der Realität nie!

00:11:31: Denn Sicherheit entsteht nicht im Vor der Handlung sondern Sicherheit entsteh durch die Handelung.

00:11:39: Das ist wichtig, das ist Selbstwirksamkeit und genau deshalb möchte ich dir jetzt eine kleine Übung mitgeben die im Alltag unglaublich wirksam sein kann.

00:11:49: Wenn du merkst dass du etwa ständig aufschiebst dann versuche nicht das komplette Problem zu lösen sondern nur fünf Minuten.

00:11:59: nur fünf minuten.

00:12:01: öffne das Dokument schreibe den ersten Satz beginne das Konzept Bereite das Gespräch kurz vor.

00:12:10: Mach nur den ersten Schritt!

00:12:14: Warum funktioniert das?

00:12:16: Weil das Gehirn Veränderung oft als zu groß bewertet, doch kleine Schritte erzeugen Sicherheitserfahrungen und plötzlich merkt dein Gehirnt interessant.

00:12:27: Ich strebe offenbar doch nicht.

00:12:31: Das klingt lustig ist neurologisch aber tatsächlich relevant denn unser Nervensystem lernt Bewegung ist möglich und genau dadurch entsteht oft neu Energie.

00:12:45: Probier es einfach aus, nur fünf Minuten!

00:12:48: Ein neues Dokumentanfang etwas aufschreiben sich auf ein Gespräch vorbereiten – nur fünf minuten.

00:12:56: Und genau dadurch entsteht oft neue Energie.

00:13:00: das Gehirn lernt.

00:13:03: Noch eine Frage die unglaublich wertvoll sein kann Wenn du das nächste Mal merkst, dass du blockierst.

00:13:10: Dass du ausweichst.

00:13:11: Das du anfängst zu überdenken.

00:13:14: Dass dich selbst in deinen inneren Dialogen, in deiner Wahrnehmung klein machst.

00:13:19: Dass Du Dich aus Situationen herausnimmst und dich zurückziehst Dann frage Dich wer steuert denn gerade?

00:13:26: Dein bewusstes Ziel oder deine alten Schutzmuster?

00:13:31: Und das ist eine unglaublich starke Frage Wer Steuert gerade?

00:13:35: Denn plötzlich entsteht Abstand, wir verlagern den Fokus auf die Frage wer hat gerade das Steuer in die Hand?

00:13:45: und genau dort beginnt mentale Souveränität.

00:13:49: Ich möchte dir noch einen weiteren Punkt anbieten.

00:13:52: nicht jeder Gedanke der auftaucht ist automatisch wahr.

00:13:56: Unter Stress produziert unser Gehirn oft Katastrophengedanken, wird unsicher kommt ins Zweifel oder kreiert Worst Case-Szenarien.

00:14:05: Das ist biologisch normal!

00:14:06: Die entscheidende Frage ist deshalb nicht tauch dieser Gedanke auf sondern folge ich ihm automatisch oder überprüfe Ich ihn bewusst?

00:14:18: Dort beginnt echte Selbstführung.

00:14:22: Ich glaube, viele Menschen leben heute permanent in innere Anspannung.

00:14:26: Das beobachte ich tägliche meiner Arbeit.

00:14:29: Äußere Unsicherheiten nehmen zu – wirtschaftlich, gesellschaftlich, beruflich und aber auch privat!

00:14:37: Und gleichzeitig steigt der Druck immer funktionierend zum Essen.

00:14:42: Immer stark, immer leistungsfähiger, immer souverän.

00:14:46: doch echte Souveränität bedeutet nicht keine Angst mehr zu haben, sondern sich von der Angst nicht vollständig steuern zu lassen.

00:14:56: Mentaler Stärke bedeutet deshalb nicht perfekt zu sein niemals zu zweifeln immer motiviert zu sein, sondern die eigene Muster zu erkennen.

00:15:06: Gefühle wahrzunehmen was passiert gerade in mir?

00:15:09: Verantwortung zu übernehmen für die eigenen Gedanken für die eigenen Gefühlen bewusst zu handeln, das Steuer aktiv in der Hand zu haben.

00:15:19: Wer steuert jetzt?

00:15:22: und sich nicht von jedem inneren Impuls kontrollieren zu lassen?

00:15:28: Vielleicht ist genau das wahre Selbstführung!

00:15:32: Vielleicht bist du nicht schwach vielleicht versuchst Du einen Teil oder vielleicht versucht ein Teil in Dir einfach nur noch immer Dich vor etwas zu schützen.

00:15:44: Doch irgendwann kommt der Moment, an dem alte Schutzmuster anfangen dich klein zu halten.

00:15:50: und genau dort beginnt deine Selbstführung.

00:15:53: Nicht im Kampf gegen dich selbst nicht in der Kritik gegen dich selber sondern in der bewussten Entscheidung alte Muster zu erkennen ohne ihnen weiter automatisch zu folgen.

00:16:08: Die drei wichtigsten Gedanken aus dieser Folge möchte ich hier nochmal kurz zusammenfassen.

00:16:13: erstens Selbstsabotage ist oft kein Zeichen von Schwäche, sondern ein Schutzmechanismus.

00:16:21: Zweitens Das Gehirn bevorzugt Bekanntes häufig stärker als Entwicklung.

00:16:30: Drittens mentale Stärke bedeutet innere Muster bewusst wahrzunehmen statt ihnen automatisch zu folgen.

00:16:41: Ich danke dir dass du heute wieder dabei warst.

00:16:44: Wenn dir diese Folge gefallen hat, dann freue ich mich wenn du dem Podcast abonnierst oder ihn teilst.

00:16:50: Vielleicht möchtest du ihnen auch jemanden empfehlen für den diese Gedanken gerade wichtig sein könnten.

00:16:57: Weitere Informationen findest du wie immer in den Show Notes.

00:17:01: also bis zur nächsten Folge bleib mental!

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